2018
Adventsfeier im Krug
Pünktlich zum Beginn der Vorweihnachtszeit feierte der Heimatverein Zossen sein Adventsfest. Die Vereinsvorsitzende Karola Andrae begrüßte alle Gäste sehr herzlich mit den traditionellen Worten: „So schnell vergeht ein Jahr". Das wird uns immer bewusst, wenn wieder unsere Adventsfeier ansteht.“ Sie dankte allen Mitgliedern für die geleistete Arbeit und bat um Unterstützung für den Buch- bzw. Kalenderverkauf zum diesjährigen Weihnachtsmarkt auf dem Honighof Baranowski. Der erste Höhepunkt war der Stollenanschnitt. Alle waren gespannt, „schmeckt das sächsische Gebäck in diesem Jahr wieder lecker?“
Kindheit mit Federhalter und Schulspeisung
Unter diesem Titel wurde die Buchlesung von Wolfgang Richter aus Berlin angekündigt. Es war die letzte öffentliche Veranstaltung im „Alten Krug“ 2018. Das Wetter war sehr angenehm und der frische Kuchenduft durchzog wieder den „Alten Krug“. Einige Vereinsmitglieder kamen sehr zeitig schon mal zum Erzählen. Pünktlich um 16 Uhr ging es dann los. Herr Wolfgang Richter setzte die Brille auf und los ging es. Er verbrachte seine Kindheit gleich nach Kriegsende, zu einer Zeit als die Menschen noch zusammengerückt waren, in den Westsektoren von Berlin. So drehten sich etliche Geschichten von Hamsterfahrten ins Umland ...
Heißes Kreiserntefest im Ortsteil Schöneiche
Wir waren auch dabei! Lange Zeit hat der Vorstand überlegt, ob wir uns sehr aktiv beim Kreiserntefest einbringen. Schließlich war die Entscheidung vom Wetter abhängig gemacht worden und ob wir auf dem „Kartoffelhof“ von Familie Wilke noch ein Plätzchen finden. Das Wetter spielte mit und so richteten wir uns unter dem Vordach ein. Die Sonne meinte es so gut mit uns, dass wir dann unseren kleinen Stand kurzerhand in Richtung Sonne rückten. Großes Interesse fanden die beiden alten Karten vom ursprünglichen Kreis Teltow und eine alte Flurkarte von Zossen. Das sind Themen die immer auf Interesse stoßen. Über den Nachmittag verteilt konnten wir
„Beußel-Bank“
Nun ist die Beußel-Bank“ hier im „Alten Krug“ in den Weinbergen. Kirchenbesucher werden diese schwarzbraune Bank mit den Schnitzereien, der hohen Rücklehne und den gewaltigen Armlehnen kennen. Man nennt sie die „Beußel-Bank“. Viele Jahre stand sie in der Sakristei der Zossener Dreifaltigkeitskirche später dann im Gemeindesaal, gleich neben dem verschlossenen Aktenschrank. Nach der Wende wurde die Bank schon etwas restauriert und zeigt sich so im heutigen schwarz-glänzendem Zustand den Besuchern. Besonders Kinder liebten diese Bank, konnte man mit dem Po doch schön drauf rutschen und ...
Tages des Offenen Denkmals
Zum Tag des „Offenen Denkmals“ am 9. September, hatten sich die Mitglieder des Heimatvereins wieder gut vorbereitet. Viele fleißige Hände hatten Kuchen gebacken, die „Schwarze Küche“ war angeheizt und das große Festzelt aufgebaut. Über mehrere Wochen wurde an der neuen Ausstellung zur Geschichte der Umgehungsstraße gearbeitet. Ab 11 Uhr öffneten sich an diesem Sonntag die Türen und luden zum Verweilen ein. Zur Kaffeezeit trafen sich dann viele interessierte Besucher und auch Vereinsmitglieder bei Kaffee, köstlichem Kuchen, heißer Bockwurst und Schmalzstullen. Es wurde mal wieder über die „gute-alte-Zeit“ ...
Ausstellung "Von der Bürgerwut zur Umgehungsstraße
Die Ausstellung „Von der Bürgerwut zur Umgehungsstraße im Zentrum von Zossen“wurde in diesem Jahr am Tag des „Offenen Denkmals“ eröffnet. Jedes Jahr bereiten Vereinsmitglieder einen neuen Ausstellungshöhepunkt vor. Sie präsentieren Fotos, Dokumente und Zeitungsberichte, die zeigen, wie sich der jahrelang verschobene Bau durch bürgerschaftliches Engagement „ertrotzen“ ließ. Nur dadurch konnte endlich die Entwicklung der Innenstadt von Zossen erfolgen. Die 2002 eröffnete Straße ist heute nicht mehr wegzudenken. Die Vorbereitung so einer Ausstellung nimmt um die 80 Arbeitsstunden der Vereinsmitglieder ein. Es ist sehr beachtenswert welche Qualität diese ehrenamtlich erstellten Ausstellungen immer haben.
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Ausstellung Kinogeflüster
Kinogeflüster - unter diesem Thema stellte ich die diesjährige Sommerausstellung im „Alten Krug“. Inspiriert wurde ich von einem Schuhkarton voll mit alten Progressfilmprogrammen. Diesen Karton hat der Verein geschenkt bekommen und es fristete so sein Dasein im verschlossenen Schrank. Doch immer wieder muss mal was neues her und so gelangte mein Blick mal wieder auf diesen Karton. In 12 großen Bilderrahmen habe ich nun 14 Jahre Kinoprogramme ausgestellt. Es war gar nicht so einfach, denn die Auswahl war wirklich groß und auch spannend und man selbst wurde in die Zeit des „Kinos“ zurückversetzt.
Besuch im Heiligen Land
Silvio Fischer, Historiker und Leiter des Museums des Teltow berichtete über die Eindrücke seiner Reise nach Israel. "Es gibt drei Hügel, von denen das Abendland seinen Ausgang genommen hat: Golgatha, die Akropolis in Athen, das Capitol in Rom. Aus allen ist das Abendland geistig gewirkt, und man darf alle drei, man muss sie als Einheit sehen." Mit diesem Zitat des ersten Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland von 1950 leitete Silvio Fischer seinen Vortrag ein und kam am Ende seiner Darlegung der über 2000jährigen konfliktvollen Geschichte Israels noch einmal darauf zurück Golgatha stehe für Frieden, die Akropolis für Demokratie und das Kapitol für eine Rechtsordnung.
Kulturhistorische Frühwanderung
Am 5. Mai, um 7 Uhr, in aller Herrgottsfrühe, fanden sich fünfundzwanzig Wanderfreunde am Funkmast auf dem Galgenberg zur diesjährigen kulturhistorischen Frühwanderung ein. Die Vorsitzende des Heimatvereins Karola Andrae begrüßte die Wanderfreunde bevor Heimatforscher Klaus Voeckler grausige Geschichten über Hinrichtungen, die hier in der Nähe stattgefunden haben, erzählte. Um dazu verlässliche Aussagen treffen zu können recherchierte er Im Brandenburger Landeshauptarchiv, im Geheimen Staatsarchiv, in Kirchenbüchern und in der einschlägigen Literatur. Der Ausgangspunkt der Wanderung, war also zu gleich die erste Station ...
Krugputz
Wegen des kalten Wetters am 07. März wurde der Krugputz auf den 14. März verschoben. Die Temperaturen waren zwar nicht im Frostbereich, doch das feuchtkalte Wetter an diesem Tag war auch nicht viel besser. Da beim Putzen oft die Türen und Fenster offen stehen durchflutete ein Zugwind die Räume. Das hielt aber die Frauen nicht ab, Stühle, Tische, Fenster vom Winterstaub zu befreien. Eine Tasse Glühwein hielt dann alle bei Laune. Die Männer hatten zunächst die Möbel nach Anweisung der Chefin umzuräumen, um dann im Außenbereich Ordnung zu schaffen. Für allen Unrat stand ein Lieferwagen bereit, der am Ende auch ...
Ausstellungen Malerei und Graphik Dr. Hartmut Klucke
Am 24 März wurde im „Alten Krug“ mit ausgewählten Bildern und Zeichnungen von Dr. Hartmut Klucke eröffnet. In der Ausstellung sind vor allem Ölgemälde auf Pappe oder auch Leinwand mit Motiven aus Zossen und Umgebung zu sehen. Mit der Uhrzeit der Eröffnung war das dieses Mal so eine Sache, hatten doch verschiedene Zeitungen eine unterschiedliche Uhrzeit genannt. Dr. Klucke entschied sich dann für 14:00 Uhr und führte in die Ausstellung ein. „Heute kann jeder schreiben und natürlich auch malen.“ Er unterschied dann zwischen akademischen und nicht akademischen Malern. Er gehöre zu den nichtakademischen Malern und finde sich damit van Gogh in guter Gesellschaft.
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Die galanteste Löwin des Jahrhunderts
Der Vorstand des Heimatvereins hatte zur Saisoneröffnung im „Alten Krug“ Stefan Rothen von der Geschichtswerkstatt des Kulturvereins Rangsdorf eingeladen. Er hatte sich zur Aufgabe gestellt, den Zuhörern das Leben der Friederike,1778/1841, Prinzessin von Mecklenburg- Strelitz, Prinzessin von Preußen, Prinzessin zu Solms Braunfels und schließlich Königin von Hannover, näher zu bringen. Die Zuhörer erfuhren, dass auch das Leben einer Prinzessin so seine Tücken hat. Vom Hochadel verstoßen zu werden und dann zuletzt doch Königin von Hannover zu sein, ist dabei jener Teil ihres Lebensweges, der von Verzicht, neuer Liebe, Scheidung und Tod geprägt war. Weit bekannter als Friederike war ihre ältere Schwester, die mit dem Kronprinzen von Preußen vermählt wurde.
Das telsche Platt
Der Heimatforscher Gerhard Glau referierte über eine fast vergessene Umgangssprache aus der Region, das Teltower-Platt. ... Dann hieß Karola Andrae die Gäste mit einer Mundartgeschichte willkommen, bevor dann Gerhard Glau mit seinem Vortrag begann. Im 12. und 13. Jahrhundert siedelten sich unter anderem Familien aus Nord-Rhein Westfalen, Flandern und Holland in der Teltower Region an. Aus diesem Sprachgemisch entstand schließlich das Teltower Platt als Umgangssprache. Gerhard Glau zelebrierte jetzt einige Geschichten und Sprüche aus seiner Sammlung im telschen Platt.
Die Spandauer Kapitulation 1806
Nun bereits zum vierten Mal eröffnet der Heimatverein die neue Saison mit einem Vortrag von Karl-Heinz Bannasch aus Spandau. In diesem Jahr wählte er das Thema: „Die Spandauer Kapitulation vor den Franzosen 1806 und die Rolle des Kommandanten Ernst-Ludwig von Benneckendorf“. Bei so einem Vortrag sollen die Besucher ja etwas lernen. Mit diesem Gedanken lud der Heimatverein für den Eröffnungsvortrag zum ersten Male in das Schulmuseum ein. Gespannt saßen die interessierten Besucher im historischen Klassenzimmer in den alten Schulbänken und um sie herum. Zur Einstimmung und zum besseren Verständnis zeigte Herr Bannasch:
