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Programm Zossen 700 vorgestellt

Anläßlich der Unterzeichnung ihrer Kooperationsvereinbarung haben die Vorsitzende des Heimatvereins "Alter Krug", Karola Andrae, und die Vorsitzende des Bildung und Aufklärung Zossen (BAZ) e.V., Elisabeth Kunkel, ein gemeinsames Programm für das Jubiläumshjahr vorgestellt.

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Sonderausstellung Schulmuseum

In einer Sonderausstellung werden im Schulmuseum präsentiertKinder- und Jugendbücher im Wandel der Zeiten

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2015 01 31 012015-01-31 Die Spandauer Zitadelle

Die Zitadelle Spandau, Vortrag Karl-Heinz Bannasch, Vorsitzender des Geschichtsvereins Spandau.

Zweiundfünfzig Zuhörer waren der Einladung zum Vortrag, „Die Zitadelle Spandau, einst geplant für Zossen?“ gefolgt.

Gegenüber der Vorsitzenden des Heimatvereins hatte der Referent, Karl-Heinz Bannasch, bekundet, es sei für ihn spannend, aus gerechnet in Zossen über die Zitadelle Spandau zu referieren. Gleich zu Beginn des Vortrages klärte er auf: „… spannend deshalb, weil ich in jener Stadt referieren soll, die vor 450 Jahren die Zitadelle nicht bekommen hat.“

Tatsächlich so erläuterte Bannasch in seinem Vortrag, hatte Joachim der II. erwogen die Festung in Zossen errichten zu lassen.

 

Doch offensichtlich hat letztendlich die topographische Lage Spandaus den Ausschlag gegeben. So war die der vorgesehene Festungsplatz von Wasser umgeben, so fließt hier die Spree in die Havel. Außerdem führten durch Spandau Handelsverkehrswege und Spandau galt als die Mitte der Mark Brandenburg, bevor seine Bedeutung mit der prosperierenden Residenzstadt Berlin – Köln zurückging.

Im Unterschied zu seinem jüngeren Bruder Hans von Küstrin, der seine Festungen Küstrin und Peitz fast ohne Schulden errichten ließ, habe Joachim der II immer Geldsorgen gehabt. So sei sein Vorhaben, Bau der Festung Spandau ohne jeglichen Finanzhaushalt begonnen worden und sei nie ausfinanziert gewesen.

An dieser Stelle ging ein leichtes Raunen durch den Saal. Um den Bau dennoch voranzutreiben wurden die Stände verpflichtet 100.000 Gulden aufzubringen. Diese seien aber nur bereit gewesen 30.000 Gulden bereitzustellen. Die fehlenden 70.000 wurden später nachgefordert.

Für den Bau der Burg wurden auch ständig Arbeitskräfte benötigt. Die einzelnen Städte erhielten die Auflage eine bestimmte Anzahl von Arbeitskräften zu stellen. Zossen gehörte zu jenen Orten, die sich dem verweigerten.

Als die Burg weitgehend fertig gestellt war, wurde zu ihrem Test ein Manöver abgehalten, welches als Knüppelkrieg in die Geschichte

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Karola Andrae dankt Karl-Heinz Bannasch

eingehen sollte. Kämpfen sollten Berlin-Kölner gegen Spandauer. Vereinbart war ein Sieg für die Berlin Kölner. Mit kurzen Knüppeln bewaffnet näherten sie sich in einem Schiffskorso der Burg, bevor sie auch an Land kämpften. Wer geht schon gern als Verlierer vom Platz, die Spandauer jedenfalls nicht. Ehrgeizig erkämpften diese nun den Sieg, darüber sei Joachim der II. sehr erbost gewesen.

Eine militärische Bedeutung erlangte die Festung nie. Nach dreißigjähriger Bauzeit war sie bereits technisch veraltet und hatte den sich rasch entwickelnden Waffensystemen nicht standgehalten. Wahrscheinlich veranlasste diese Erkenntnis den Kommandanten der Zitadelle, Major Ernst-Ludwig von Benneckendorf die Festung kampflos an die napoleonischen Truppen zu übergeben. Kurios oder auch nicht, versuchte er mit den Franzosen auszuhandeln, das auf der Burg vorhandene Federvieh mitnehmen zu dürfen.

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Fachsimpelei

1813 eroberten die preußischen Truppen die Burg zurück. Da wurde tatsächlich gekämpft. Eine der ersten Kanonenkugeln soll dabei das Zeughaus getroffen haben und dabei sei eine Druckwelle entstanden, die den Juliusturm um 81cm neigte. Im weiteren Verlauf erfuhren die Zuhörer noch einiges über die Waffenschmiede Spandau im Deutschen Reich, zu deren Schutz unter anderen auch das Fort Hahneberg errichtet wurde.

Im Anschluss beantwortete der Vorsitzende des Spandauer Geschichtsvereins noch etliche Fragen des doch sehr sachkundigen Publikums.

So unter anderem nach der Truppenausstattung auf der Burg, nach der Versorgung der Burg mit Lebensmitteln, nach der Rolle der Burg im zweiten Weltkrieg; stellte klar, dass die Spekulation, dass zwischen der Burg und dem Fort Hahneburg ein Tunnel bestanden haben könnte, technisch unmöglich gewesen sei.

2015 01 31 04Und dann tauchte doch auch Bismarck wieder auf. Thomas Krause, stellte dieses Mal das fertige aus Beton mit Bronze überzogene Relief für den Bismarckstein in der Verschönerung vor. War in dieser Veranstaltung auch gar nicht so abwegig, schließlich steht in Spandau auch ein Bismarck-Denkmal.

Auch wenn die Zitadelle nun nicht in Zossen steht, haben die Zuhörer doch auch manch Neues über ihre Stadt erfahren.

Text und Fotos: Dr. Rainer Reinecke

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