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Alte Krug wird saniert

Das Museum "Alter Krug"
bleibt wegen Sanierung bis auf weiteres geschlossen. Veranstaltungen finden in anderen Räumen der Stadt statt.

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Unser Zossen

Der Heimatverein "Alter Krug" Zossen e.V. hat sich entschlossen, zum Stadtjubiläum das Buch: Klaus Voeckler: "Unser Zossen - kulturhistorische Wanderungen durch die Stadt" in 2. Auflage erneut herauszugeben.


Programm Zossen 700

Programm "Zossen 700" des Heimatvereins "Alter Krug" Zossen e.V.und des Vorsitzende des Bildung und Aufklärung Zossen (BAZ) e.V.
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Schulmuseum öffnet wieder

Das Schulmuseum öffnet am 2 Juli wieder mit einer Ausstellung:
"KInder- und Jugendbücher im Wandel der Zeiten.

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2012 06 25 03

Phantasie haben und Schreiben können

Kati Schwabach hat Phantasie und kann schreiben. Ihre Lesung am 23. Juni im „Alten Krug“ aus ihrem Buch „Wolfsnest“ erlebten die Zuhörer sicherlich auf sehr unterschiedliche Weise. Die einen ließen sich in eine Phantasiewelt in der Zeit der keltischen Hochkultur verführen, andere begeisterte vielleicht eher die Wortwahl mit der Kati Schwabach diese Welt der Keltenkönige, der Druiden, auferstehen lässt, wieder anderen gefielen vermutlich die gewählten Auszüge aus der Liebesgeschichte zwischen Shanna, einer Frau die die Berufung anderer erkennt, und dem Sippenhäuptling Raik, den beiden Hauptfiguren des Buches.

Nach Meinung von Kati Schwabach schwingt in Märchen noch so manches von keltischen Sagen mit. Die Druiden sollen zwanzig Jahre gelernt haben, bevor sie zu einer Art Priester der Kelten wurden. Sie lernten vor allem Geschichten, denn über Geschichten wurde das Wissen von Generation zu Generation weitergegeben. Diese Tradition sollte sich auch in ihrem Buch widerfinden. So erzählen sich ihre Hauptfiguren Geschichten, die sehr an bekannte Märchen erinnern. Aber auch im Fortgang der Erzählung taucht, neben anderen mystischen Figuren, ein kleines Waldvolk auf, welches in märchenhafter Weise dem Liebespaar hilft, einem Mordanschlag zu entgehen.

 

Was hat dies alles mit einem Wolfsnest zu tun? Raik der Sippenhäuptling wird mit Wolfsaugen beschrieben und hat offenbar eine besondere Beziehung zu diesen, oft zu Unrecht als bösartig gescholtenen, Tieren. Kein Wunder, wenn diese Wölfe in Kati Schwabachs Roman Gutes tun. Sicherlich waren Zuhörer auch gerade von dieser märchenhaften Erzählweise angetan. Wer jedoch dies alles in seiner Gesamtheit erleben möchte, wird nicht umhinkommen, das Buch zu lesen.
2012 06 25 01Da war aber noch etwas. Kati Schwabach flocht in ihre Lesung eine weitere Geschichte ein. Diese spielte jedoch nicht vor Jahrtausenden bei den Kelten, sondern in der heutigen Zeit. Eigentlich keine Geschichte, sondern eher eine Schilderung. Eine Schilderung von Ereignissen und Erlebnissen, die zu ihrem Buch Wolfsnest anregten. So der Spaziergang durch den Eichenwald gleich in der Nähe von Zossen, die Meldung in der Zeitung, dass sich in der Lausitz wieder Wölfe angesiedelt haben. Besonders beeindruckten sie jedoch die Erlebnisse um eine Lesung in Bingen am Rhein. Der Rhein, jener Fluss, an dem so viel Geschichte passiert ist, über den so viel Geschichten und Sagen erzählt werden, der in Gedichten und Geschichten immer wieder neu erfunden wird, hat wohl den letzten Ausschlag für dieses Buch gegeben. Der Rhein, der majestätisch zwischen Bingen und Rüdesheim dahinfließt, kann aber auch zu einem scheinbar unüberwindlichen Hindernis werden, wenn die letzte Personenfähre zwischen Bingen und Rüdesheim bereits vor geraumer Zeit abgelegt hat. Das Quartier, nur wenige Kilometer entfernt, schien an jenem Abend nach der Lesung in unerreichbare Ferne gerückt. Doch da war noch die Autofähre. Ein Ehepaar war so nett, unsere Autorin in Ihrem Auto mitzunehmen. Doch ein Unheil kommt selten allein. Die nun schon etwas müde und zerstreute Kati Schwabach ließ ihre Geldbörse im Auto liegen. Doch die nette Familie schickte die Börse samt Geld und Papieren umgehend zu Kati Schwabach nach Hause. Als Dank schrieb sie für die Familie folgendes Gedicht:
2012 05 26 02
Rhein

Aus geheimnisvoller Tiefe
Quellen alte Sagen vor
Und mir ist, als ob dort riefe
Dunkel-schwer ein Barden-Chor.
Singt vom Anbeginn der Zeiten,
die schon längst entschwunden sind,
und des Lebens Rätsels-Weiten –
Leid und Glück im Fluss zerrinnt.
Ich vernehm‘ die alten Weisen,
hier an schicksalhaftem Ort,
nehm sie mit auf meine Reisen,
ewig Gleichklang, fort und fort.
Vielleicht ist dies das Geheimnis,
das als Schatz ins Herz mir rollt,
tiefer Sinn von Lied und Gleichnis –
Danke für des Rheines Gold!

© Kati Schwabach

Text und Fotos: Dr. Rainer Reinecke

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