Heimatverein "Alter Krug"

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Öffnungszeiten

Museum Alter Krug
Weinberge  15
15806 Zossen

Wegen Sanierung
bis auf Weiteres
geschlossen.

Für Nachfragen
Tel: 03377 300576

Schulmuseum Zossen
Kirchplatz 7
15806 Zossen

Donerstag:    10 bis 12 Uhr

Sonnabend:  10 bis 12 Uhr

Tel: 03377 334346

Das Pädagogium in Zossen

Gudrun Haase

2013 05 25 02

Zu Ostern 1900 wurde erstmalig eine private höhere Schule für Knaben, auch mit Internat, eröffnet. Solche Einrichtungen nannte man Pädagogium. Sie stand unter der Leitung von Dr. Berthold Reiprich, der sie bis 1911 führte. Die Schule war in einem Wohnhaus, Am Kietz Nr.26, untergebracht. Der Schulinspektor wies wiederholt den Magistrat der Stadt auf die Unzulänglichkeit der in einem Privathause gemieteten Räume hin.

Gatadelt wurde vor allem der für eine Schule mit 80 bis 100 Kindern unzureichende steile Treppenaufgang, die Abortanlage, der Zustand des zu gewerblichen Zwecken dienenden Hofes und das völlige Fehlen eines Schulplatzes.

Weiterlesen: 2013-05-25 Das Pädogium zu Zossen

2011 10 07 01Der Schreibtisch –
ein mitwachsender Arbeitsplatz für Kinder

Von Gudrun Haase
auch veröffentlicht in der Märkischen Allgemeinen vom 07.10.2011.
Sie waren mit die ersten Gegenstände, die bei der Eröffnung des Zossener Schulmuseums im Jahr 2002 ausgestellt wurden: die Schreibtische für Schulkinder von den Familien Rösch und Hintze. Später kam dann noch der häusliche Arbeitsplatz der Familie Rindler hinzu.
Renate Hintze überließ dem Museum über ihre Tochter Martina Selke den mit Schnitzerei verzierten Arbeitsplatz der Gebrüder Hintze. Ihr Ehemann Karl hatte wohl als ältester der drei Geschwister zuerst seine Hausaufgaben an dem vom Vater eventuell schon als gebraucht erworbenen Schreibtisch, dessen genaues Alter wir nicht bestimmen können, angefertigt. Von seiner Familie erfuhr der Heimatverein „Alter Krug“ Zossen, der das Schulmuseum pflegt, dass Karl Hintze 1919 geboren wurde und somit sicher 1925 zur Schule kam. Angela Wienhold, seine andere Tochter, besuchte vor einiger Zeit das Schulmuseum mit ihren Enkeln. Ihnen zeigte sie den Arbeitsplatz der Familie Hintze, Hans Hintze als zweiter Sohn hat diesen Schreibtisch sicher auch benutzt.

Weiterlesen: 2011-11-07 Der mitwachsende Schreibtisch

Bestickte Brotbeutel stammen noch von den Großeltern

2011 03 24 01Superintendent Bauer - von 1795 bis 1809 auch als Schulinspektor in Zossen tätig - stellte einst die beklagenswerten Zustände des Zossener Schulwesens fest. Aber er beließ es nicht bei der Kritik, sondern führte selbst zahlreiche Veränderungen ein. Es gab damals nur zwei Klassen - eine für Knaben, eine für Mädchen - für fast 300 schulpflichtige Kinder, von denen nur etwa ein Drittel die Schule regelmäßig im Sommer und im Winter besuchte. Bauer führte eine Elementarklasse ein für die Lernanfänger. Diese unterrichtete der Küster in einem Raum, der eigentlich die Wohnung des zweiten Lehrers war und von diesem nicht benötigt wurde, da seine Familie in einem eigenen Haus in Zossen wohnte.
In diesem Raum unterrichtete Bauers Ehefrau seit 1797 eine beträchtliche Anzahl von Mädchen und auch Jungen in vielfältigen handwerklichen Tätigkeiten: Hecheln (der letzte Arbeitsgang, um aus der Flachspflanze Leinenfasern zu gewinnen), Garnspinnen, Zwirnen, Nähen, Wäschezeichnen, Stricken und Klöppeln. Auch Kochen, Waschen, Plätten und Gartenarbeit wurden in ihrem Hause gelehrt.
Um die sehr beengten und baufälligen Schulräume zu verbessern, richtete Bauer wiederholt Gesuche und Bitten an die Königliche Regierung in Potsdam zur Bereitstellung von Mitteln. Das wurde 1804 von Erfolg gekrönt durch eine Schenkung von 4000 Thalern für einen Schulneubau, wo auch die von ihm gegründete Arbeitsschule ihr Domizil erhalten sollte.

Weiterlesen: 2011-03-24 Superintendent Bauer reformierte das Zossener Schulwesen

Schreiben lernen, aber wie?
Der Conrector der Stadtschule von Zossen schreibt 1868 dazu eine Aufsatzlehre

2011 03 12 02Für alle Lehrer und Schüler, die nach Rat beim Lehren und Lernen von Rechtschreibung und Grammatik suchen, birgt das Schulmuseum in Zossen einen Schatz.

Der aus Wendisch Buchholz, heute Märkisch Buchholz, stammende Ferdinand Ludwig Fischer verfasste 1868 eine Aufsatzlehre für Volksschulen. Am 27. Und 28. März 1833 hatte Fischer seine Prüfung im Schullehrerseminar zu Potsdam abgelegt und wurde für anstellungsfähig im Volksschulamte erklärt. 46 Jahre unterrichtete Fischer an der Schule neben der heutigen Stadtbibliothek, davon 42 Jahre als Conrector (stellvertretender Leiter).

Mit dem Leben und Werk des Ferdinand Ludwig Fischer hat sich sehr eingehend die2011 03 12 01 Leiterin des Schulmuseums, Gudrun Haase, selbst ehemalige Lehrerin in Zossen, befasst. Über einen Hinweis gerade auf dieses Buch: „Aufsatzlehre für Volksschulen“ ist sie auf Fischer aufmerksam geworden. Eine Schulchronik existierte nicht mehr, aber im Brandenburgischen Hauptarchiv wurde sie dann fündig. Wesentliche Erkenntnisse ihrer Recherchen hat sie im Heimatjahrbuch Teltow-Fläming 2010 veröffentlicht. Ein Stück Kulturgeschichte unserer Stadt wurde so neu geschrieben.

Weiterlesen: 2011-03-12 Conrector Fischer

Nachdem 1883 der Versuch von Bürgermeister Regener, eine private Knabenschule zu gründen gescheitert war, wurde erst 1899 in diesem Hause ein sogenanntes Pädagogium mit Internat durch den pensionierten Gymnasiallehrer Dr. Reiprich gegründet.

 

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Das triste Dasein der großen Dichter und Denker in Zossen würde dem Umfeld, der nicht gerade lernfreudigen Knaben im Jahre 1909 entsprechen. In der „Vorlage, betreffs des Ankaufs des früher Steffeck’schen Grundstücks für Zwecke der höheren Schule“ für den Magistrat von Zossen im Juni 1909 wird die Situation so beschrieben:
„Seit dem nunmehr 10jährigen Bestehen der hiesigen höheren Privatknabenschule ist bei jeder Revision durch den Herrn Regierungsschulrat der Magistrat auf die Unzulänglichkeit der in einem Privathause gemieteten Räume hingewiesen worden. Getadelt wurde vor allem der für eine Schule mit 80 – 100 Kindern unzureichende steile Treppenaufgang, die Abortanlage, der Zustand des zu gewerblichen Zwecken dienenden Hofes und das völlige Fehlen eines Schulplatzes.“

Weiterlesen: 2010-12-10 Kanabenschule in Zossen

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