Heimatverein "Alter Krug"

Forschen - Sammeln - Präsentieren

Öffnungszeiten

Museum Alter Krug
Weinberge  15
15806 Zossen

Mittwoch:      15 bis 18 Uhr

Sonnabend:  14 bis 17 Uhr

Schulmuseum Zossen
Kirchplatz 7
15806 Zossen

Donerstag:    10 bis 12 Uhr

Sonnabend:  10 bis 12 Uhr

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Museumsscheune Jänickendorf

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Schon am Morgen strahlte die Sonne vom Himmel, als wir uns per Pkw Richtung Jänickendorf auf den Weg machten.
Gespannt waren wir natürlich, was uns in diesem Museum, eingerichtet in einer Scheune, erwartet. Soviel wussten wir bereits im Vorfeld: Nicht das Thema "Schule" wird im Mittelpunkt stehen, sondern einen Einblick in das bäuerliche Leben auf dem Lande in vergangenen Zeiten sollten wir erhalten.

Das Ehepaar Bölke vom Heimat- und Geschichtsverein Nuthe-Urstromtal begrüßte uns vor dem Gebäude, vor dessen Eingang eine Gedenktafel aufgestellt ist zu Ehren der englischen Soldaten, die beim Absturz einer Lancaster-Maschine der Royal Air Force nicht weit vom Ort entfernt am 24.März 1944 ihr Leben verloren. Kein Mitglied der Crew überlebte.

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In der Scheune befindet sich eine weitere Tafel, die auf dieses Ereignis im letzten Kriegsjahr hinweist. Nach mehr als 60 Jahren ist es dem Verein nach mühevollen Recherchen gelungen, Kontakt zu einem Angehörigen eines der

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Todesopfer zu knüpfen, der dann die Stätte des Geschehens besuchte, mit den Einwohnern ins Gespräch kam und die Gedenktafel enthüllte.
Das Ehepaar Bölke führte uns in das Museum, das eine Vielzahl an Exponaten verzeichnet. Im Laufe der Jahre ist die

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Ausstattung enorm angewachsen und immer noch kommen neue Stücke hinzu.
Im unteren Teil der Scheune werden landwirtschaftliche Maschinen, Geräte und Gegenstände ausgestellt. Herr Bölke erläuterte uns die Funktionsweise und wir folgten seinen Ausführungen und Demonstrationen interessiert; erfuhren wir doch Wissenswertes über die schwere Arbeit der Landbevölkerung. Kaum vorstellbar, wenn man mit den heutigen Bedingungen in der Landwirtschaft vergleicht, wo

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moderne Maschinen dem Menschen das abnehmen, was früher mühevollen körperlichen Einsatz forderte.

Einfach bewundernswert, wie die Leute ihren Arbeitsalltag meisterten und dabei versuchten, sich manches zu erleichtern. Mit der Hundeanspannung wurden zum Beispiel Produkte nach Luckenwalde transportiert. Schuhe für Pferde gab es ebenfalls. Aber warum denn das? Bei durchnässten Böden fanden die Tiere damit besseren Halt und sanken nicht so tief ein.

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Man war eben erfinderisch: ein hufeisenförmig geschnittenes starkes Holzbrett, darauf das Hufeisen und eine Bindung aus Metall - fertig war der Pferdeschuh.

Neben den zahlreichen Geräten ist auch ein alter Traktor ausgestellt, der sofort alle Blicke auf sich zieht.
Im oberen Teil der Scheune betraten wir eine Bauernküche und eine Bauernstube, staunten über das Mobiliar sowie die zahlreichen Gegenstände, die bäuerliches Leben widerspiegeln.
Da wurden Erinnerungen wach, denn zum Beispiel Fleischwolf, Reibeschüssel, Kohleherd oder Tontopf sind auch uns in ihrer Nutzung noch bekannt. Und alte Küchenmöbel werden in der heutigen Zeit aufgearbeitet und sind immer häufiger in modernen Haushalten zu sehen. Das trifft ebenso zu auf alte Gefäße und Behältnisse.
Rund um die Wäsche bietet sich dem Besucher viel Interessantes.

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Der Blick fällt auf die Unterwäsche und Nachtbekleidung aus vergangener Zeit wie auch auf das Waschzubehör. Dass der Waschbär mit Ultraschall (Anfang der fünfziger Jahre) zuweilen zweckentfremdet genutzt wurde und deshalb nur kurze Zeit auf dem Markt war, wussten wir nicht. Waschkessel, Wannen, Waschbrett - wie aufwändig war doch das Waschen!

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Heute erledigt das die Maschine per Tastendruck.
Ein weiterer Themenbereich ist dem ländlichen Handwerk gewidmet.

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Neben vielen anderen Ausstellungsstücken fehlt dabei natürlich nicht das Spinnrad.
Die Fülle der Exponate ist riesengroß, so dass hier lediglich auf eine kleine Auswahl eingegangen werden konnte. Erwähnt seien noch das vor fast 90 Jahren gebräuchliche Kinderwagenmodell sowie eine Babyausstattung.
Mit dem Eintrag in das Gästebuch schlossen wir den Rundgang durch die Museums-Scheune ab. Dem Ehepaar Bölke, das uns die Vergangenheit durch Erläuterungen und Demonstrationen lebendig werden ließ, gebührt Dank für ihr engagiertes Wirken.

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Hervorzuheben ist, dass man in der Museumsscheune nicht nur Dinge betrachten und anfassen, sondern auch Verschiedenes im handwerklichen oder hauswirtschaftlichen Bereich ausprobieren kann. Hier lohnt sich ein Besuch für Groß und Klein!
Noch war unser Ausflug aber nicht beendet. Wir fuhren weiter nach Luckenwalde, wo wir uns im Parkcafé das Mittagessen schmecken ließen. Den Ausklang fand unsere Exkursion im Galeriecafé in Zossen im wenige Wochen zuvor eröffneten Haus Kirchplatz 7.

Ein Dankeschön den Organisatoren dieser Veranstaltung.

Mehr über Museumscheune Jänickendorf erfahren!

Text und Fotos: Rosemarie Awdoschin

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