Exponate im Schulmuseum
Ein Püppchen aus der Nachkriegszeit
Ein schönes neues Puppenexemplar mit einem interessanten persönlichen Begleittext erreichte den Heimatverein in den vergangenen Tagen über Anita Voßberg. Darin heißt es: „. . . Diese Puppen hatte meine Mutti, Johanna Hinz geborene Zeisig (damals in Zossen in der Kerne wohnend) nach dem Krieg gemacht, um etwas Geld zu verdienen, weil mein Vater noch nicht wieder zu Hause war aus dem Krieg! Damals wurden die Körperteile aber nur mit Säge- oder Hobelspänen gefüllt. Es gab ja nichts anderes.“
Neue Ausstellungsstücke eingetroffen
Der Fundus des Schulmuseums konnte jetzt wieder erweitert werden. Nicht mehr benötigte alte Lehrmittel wurden an das Schulmuseum abgegeben. Sie können nun fachgerecht wieder präsentiert werden.
Herzlichen Dank
Weiteres Buch vom Conrektor Ferdinand Ludwig Fischer aufgetaucht
Im November erreichte uns ein Mail folgenden Inhaltes: „Über einen Familiennachlass ist mir ein Buch in die Hände gefallen, das mich über den Autor, Herrn Ferdinand Ludwig Fischer, zu Ihnen geführt hat. Das Buch trägt den Titel „Das Heil der Welt, vorgestellt in biblischen Geschichten“, veröffentlicht in Langensalza 1857. Recherche im Internet hat mir leider keine Ergebnisse zu dem Buch zutage gefördert. Über ihre Website und den Artikel dort konnte ich bereits einiges über den Autor erfahren ...
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Vom Album amicorum zum Poesiealbum
Gegen Ende des 16. Jahrhunderts entstand in der studentischen Jugend die Sitte, Sinnsprüche und auch Widmungen in zum Teil recht prachtvoll mit Goldschrift geprägte Bücher einzutragen. Man nannte sie Album amicorum. Verzierungen durch Aquarelle, Stiche, Zeichnungen von Ausflügen usw. schmückten diese Freundschaftsbücher (Stammbücher). Neben Mitstudenten bat man auch die Professoren um ihre Eintragung und hatte so einen karrierefördernden Beleg bei Bewerbungen an einer anderen Universität.
Zirkelkasten und Holzschiebekästchen
Schon die Schulanfänger freuen sich, wenn sie ein Lineal erhalten. Sie sind stolz damit gerade Linien zu ziehen. Im Laufe der Schulzeit lernen sie dann ein Hilfsmittel kennen, mit dem man eine Kreislinie zeichnen kann, den Zirkel. Bereits vor einigen Jahrhunderten, als die Mathematik in die Schulen Einzug hielt, sehen wir Zeichnungen von Kreisen in alten Schulbüchern. Während in den Dorfschulen bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts ein Holzkästchen zum Transport des Zirkels diente, wurde bereits um 1900 ...
Rechenscheibe und Kleinrechenapparat Rekord
Bevor der Taschenrechner Einzug in unser Leben hielt, gab es eine Anzahl mechanischer Rechenhilfsmittel für das Ausführen von Grundrechenarten. Familie Naumann aus Dabendorf stellte die beiden hier abgebildeten Geräte unserem Schulmuseum zur Verfügung. Durch einen mit dem Zeiger verbundenen Drehknopf unterhalb der Scheibe kann man die innere Skale drehen und wie beim Rechenschieber die eine zu multiplizierende Zahl ...
Tagebuch und Aufgaben-Heft
Mit der Durchsetzung des gegliederten Schulsystems für acht Schuljahre, auch in den kleinsten Dorfschulen, ab 1950 wurden regelmäßig Hausaufgaben erteilt. Besonders ab 5. Schuljahr, wo der Unterricht in verschiedenen Wissensfächern und auch in einer Fremdsprache stattfand, war es notwendig, die erteilten Hausaufgaben zum entsprechenden Tag übersichtlich zu vermerken. So wurden im Gebiet der damaligen DDR für alle Schüler die sogenannten "Tagebücher "eingeführt. Später hatten sie den Aufdruck "Schülertagebuch".
Glückwunschblätter und Schreibhefte
In der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts war es eine schöne Geste, den Eltern zum Jahreswechsel auf Schmuckblättern zu danken und ihnen für das neue Jahr die besten Wünsche auszusprechen. Anleitung dazu gab es in den Lesebüchern. So heißt es dort unter der Überschrift "Was das Kind den Eltern wünscht " zum neuen Jahr: Ich bringe heut zum neuen Jahr mein kleines Herz voll Liebe dar und bitte: "Liebet ferner mich, so wie bisher, herzinniglich!" - Gar gerne will ich Euch erfreun, will fleißig, artig, folgsam sein! Der treue Gott im Himmel dort bescher Euch Gutes fort und fort.
Als Handarbeit noch Unterrichtsfach war
An den Schulen in Brandenburg wurde 1872 das Unterrichtsfach Handarbeit für Mädchen eingeführt. Die beiden Wochenstunden sollten im Sommerhalbjahr jeweils an zwei Tagen im Anschluss an den übrigen Unterricht erteilt werden, im Winter durften sie auch hintereinanderliegen. In dieser Zeit hatten die Jungen das Unterrichtsfach Turnen. An dem Unterricht sollten die Schülerinnen teilnehmen, die das achte Lebensjahr am Beginn eines Schulhalbjahres erreicht hatten.
Vom Kreisel zum Tiroler Roulette
Das Spiel mit dem Kreisel war bis in die 50er Jahre bei Jungen und Mädchen gleichermaßen beliebt. In der klassischen Ausführung ist der Kreisel ein kegelförmiges Spielgerät aus Holz, auf dessen Oberfläche Rillen eingeschnitzt sind. Er wird mit der Peitsche getrieben, einem Holzstock, an dessen Ende eine Schnur befestigt ist. Sich schnell auf der Spitze um die eigene Achse drehend, erhält der Kreisel zur Beschleunigung Schläge mit der Peitsche.
