Forschung
Zehn Thaler aber für die Küsterfrau
Zehn Thaler aber für die Küsterfrau, so heisst es in einem Schreiben von König Friedrich Wilhelm II. vom 28. März 1797. Ich fand bei meinen Recherchen zur Geschichte der Zossener Schule an den Inspector Bauer zu Zossen gerichtet. ".... sowol wegen Anstallung des Küsters als 3. Lehrer als wegen Verteilung der bewilligten jährlichen 60 Taler. Von diesen 60 Talern erhält also der Küster selbst 40 Thaler als Gehalt,...
Schulhäuser in Dabendorf
Im Jahr 2021 wird in Dabendorf ein neues Schulhaus eingeweiht werden. Dieser Bau mit einer Kapazität für 1000 Schüler verfügt außer den Unterrichtsräumen über Aula, Mensa, Bibliothek, Mehrzweckräume für die Sportler und eine großzügig gestaltete Außenanlage. Er ist nach jahrelangem Ringen um die Finanzierung entstanden. Damit hat sich die Stadt Zossen im Ortsteil Dabendorf ein repräsentatives Denkmal geschaffen.
Das Pädagogium in Zossen
Zu Ostern 1900 wurde erstmalig eine private höhere Schule für Knaben, auch mit Internat, eröffnet. Solche Einrichtungen nannte man Pädagogium. Sie stand unter der Leitung von Dr. Berthold Reiprich, der sie bis 1911 führte. Die Schule war in einem Wohnhaus, Am Kietz Nr.26, untergebracht. Der Schulinspektor wies wiederholt den Magistrat der Stadt auf die Unzulänglichkeit der in einem Privathause gemieteten Räume hin.
Superintendent Bauer reformierte Schulwesen
beklagenswerte Zustände des Zossener Schulwesens
Superintendent Bauer - von 1795 bis 1809 auch als Schulinspektor in Zossen tätig - stellte einst die beklagenswerten Zustände des Zossener Schulwesens fest. Aber er beließ es nicht bei der Kritik, sondern führte selbst zahlreiche Veränderungen ein. Es gab damals nur zwei Klassen - eine für Knaben, eine für Mädchen - für fast 300 schulpflichtige Kinder, von denen nur etwa ein Drittel die Schule regelmäßig im Sommer und im Winter besuchte. Bauer führte eine Elementarklasse ein ...
Conrector Fischer
Schreiben lernen, aber wie? Der Conrector der Stadtschule von Zossen schreibt 1868 dazu eine Aufsatzlehre. Der aus Wendisch Buchholz, heute Märkisch Buchholz, stammende Ferdinand Ludwig Fischer verfasste 1868 eine Aufsatzlehre für Volksschulen. Am 27. Und 28. März 1833 hatte Fischer seine Prüfung im Schullehrerseminar zu Potsdam abgelegt und wurde für anstellungsfähig im Volksschulamte erklärt. 46 Jahre unterrichtete Fischer an der Schule neben der heutigen Stadtbibliothek, davon 42 Jahre als Conrector (stellvertretender Leiter).
Knabenschule in Zossen
Nachdem 1883 der Versuch von Bürgermeister Regener, eine private Knabenschule zu gründen, gescheitert war, wurde erst 1899 in diesem Hause ein sogenanntes Pädagogium mit Internat durch den pensionierten Gymnasiallehrer Dr. Reiprich gegründet. Das triste Dasein der großen Dichter und Denker in Zossen würde dem Umfeld der nicht gerade lernfreudigen Knaben im Jahre 1909 entsprechen ...
