Unser Schulmuseum - 10 Jahre im neuen Haus Kirchplatz 7
Vor genau zehn Jahren konnte mit der offiziellen Einweihung des sanierten denkmalgeschützten Hauses Kirchplatz 7 auch das Schulmuseum Zossen seineneuen,großzügigen Räume in Besitz nehmen. Aus diesem Anlass hatte der Heimatverein „Alter Krug“ Zossen e.V. als Träger des Museums zu einer Festveranstaltung eingeladen. Der Saal im Obergeschoss des Hauses war prall gefüllt mit Gästen, so dass noch zusätzlich Stühle aus dem Lager geholt werden mussten.
Zu Beginn der Veranstaltung wurde der Fernsehbeitrag des Senders Rangsdorf TV gezeigt, der am 12. März 2016 anlässlich der Eröffnung des neuenHauses mit Galerie-Café und Schulmuseum gedreht und ausgestrahlt worden war. Viele bekannte Gesichter waren hier noch einmal zu sehen, die damals die mit Fördermitteln unterstützte Sanierung des alten, abrissreifen Hauses ermöglicht und unsere Stadt mitgeprägt haben.
Im Anschluss an diesen stimmungsvollen Rückblick führten Kinder der Goetheschule unter Leitung von Frau Langeeinfrühlingshaftes Programm auf, dass bei den Gästen gut ankam und viel Applaus erntete. Zu den offiziellen Gratulanten, die in Grußworten ihre Glückwünsche überbrachten, gehörten neben Karin Seitz vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg auch Johannes Ferdinand von der Kreisverwaltung des Landkreises Teltow-Fläming, Dr. Arne Lindemann vom Museumsverband Brandenburg sowie Zossens Bürgermeisterin Wiebke Sahin-Conolly. Sie alle lobten den Einsatz aller Beteiligten für dieses Projekt und die viele ehrenamtliche Arbeit, die hier mit Herzblut geleistet wird. Museumsleiterin Gudrun Haase hob noch einmal die Bedeutung desMuseums hervor und betonte, dass die vielen leuchtenden Augen der Kinder, aber auch der Erwachsenen während ihres Museumsbesuches Motivation undAnsporn sind. Sie präsentierte einige ihrer Lieblingsstücke, zu denen historische Schulranzen für Mädchen und Jungen mehrere Generationen einer Familie gehören. Sie wurden alle mit diesen Mappen eingeschult, die über Jahrzehnte hinweg - in guten wie in schlechten Zeiten - gehalten haben und heute nun zu den Ausstellungsstücken gehören.
Den Abschluss des offiziellen Teils der Veranstaltung bildeten die mahnenden Worte der Vereinsvorsitzenden Karola Andrae. Sie betonte, dass dieses Schulmuseum inzwischen so gut von der Öffentlichkeit angenommen wird, dass es angesichts der wachsenden Besucherzahlen - 2025 wurden 1500 Besucher gezählt - künftig immer schwieriger wird, esausschließlich ehrenamtlich betreiben zu können. Inzwischen kommen Besuchergruppen sogar aus Berlin und von der Oder bis Bad Belzignach Zossen. Gut angenommen werden dabei auch die von geschulten Mitgliedern des Schulmuseums angebotenen Führungen für Menschen mit Handicap. Nichtnur deshalb könnte das Museum für die Stadt Zossen zueinem neuen „Leuchtturm“ am Platz werden. Karola Andrae schlug Gespräche zwischen Land, Kreis, Stadt und Verein über die Zukunft des Schulmuseums Zossen vor, da das Ehrenamt nicht nur wegen des immer höher werdenden Durchschnittsalters der Aktiven an seine Grenzen stößt und nicht unendlich tätig sein kann.
Nach der Festveranstaltung konnten die neu gestalteten Museumsräume besichtigt werden, wobei noch die eine oder andere Episode aus der eigenen Schulzeit erzählt wurde.
Der Heimatverein, allen voran Karola Andrae und Gudrun Haase, danken allen fleißigen Helfern an diesem Tag, besonders Frau Müller vom Familienzentrum „Kleeblatt“ mitihrem Team.
Übrigens: Nach dem Fest ist vor dem Fest, denn bereits im kommenden Jahr gibt es den nächsten Grund zum Feiern. 2027 begeht das Schulmuseum Zossen sein 25-jähriges Bestehen. Na, dann.



Text: Klaus Andrae
Fotos: © Fred Hasselmann





