Heimatverein "Alter Krug" Zossen e.V.

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2013-05-25

Gudrun Haase

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Zu Ostern 1900 wurde erstmalig eine private höhere Schule für Knaben, auch mit Internat, eröffnet. Solche Einrichtungen nannte man Pädagogium. Sie stand unter der Leitung von Dr. Berthold Reiprich, der sie bis 1911 führte. Die Schule war in einem Wohnhaus, Am Kietz Nr.26, untergebracht. Der Schulinspektor wies wiederholt den Magistrat der Stadt auf die Unzulänglichkeit der in einem Privathause gemieteten Räume hin.

Gatadelt wurde vor allem der für eine Schule mit 80 bis 100 Kindern unzureichende steile Treppenaufgang, die Abortanlage, der Zustand des zu gewerblichen Zwecken dienenden Hofes und das völlige Fehlen eines Schulplatzes.

Weiterlesen: Das Pädagogium in Zossen

2011-03-24

Bestickte Brotbeutel stammen noch von den Großeltern

2011 03 24 01Superintendent Bauer - von 1795 bis 1809 auch als Schulinspektor in Zossen tätig - stellte einst die beklagenswerten Zustände des Zossener Schulwesens fest. Aber er beließ es nicht bei der Kritik, sondern führte selbst zahlreiche Veränderungen ein. Es gab damals nur zwei Klassen - eine für Knaben, eine für Mädchen - für fast 300 schulpflichtige Kinder, von denen nur etwa ein Drittel die Schule regelmäßig im Sommer und im Winter besuchte. Bauer führte eine Elementarklasse ein für die Lernanfänger. Diese unterrichtete der Küster in einem Raum, der eigentlich die Wohnung des zweiten Lehrers war und von diesem nicht benötigt wurde, da seine Familie in einem eigenen Haus in Zossen wohnte.
In diesem Raum unterrichtete Bauers Ehefrau seit 1797 eine beträchtliche Anzahl von Mädchen und auch Jungen in vielfältigen handwerklichen Tätigkeiten: Hecheln (der letzte Arbeitsgang, um aus der Flachspflanze Leinenfasern zu gewinnen), Garnspinnen, Zwirnen, Nähen, Wäschezeichnen, Stricken und Klöppeln. Auch Kochen, Waschen, Plätten und Gartenarbeit wurden in ihrem Hause gelehrt.

Weiterlesen: Superintendent Bauer reformierte das Zossener Schulwesen

2011-03-12

Schreiben lernen, aber wie?
Der Conrector der Stadtschule von Zossen schreibt 1868 dazu eine Aufsatzlehre

2011 03 12 02Für alle Lehrer und Schüler, die nach Rat beim Lehren und Lernen von Rechtschreibung und Grammatik suchen, birgt das Schulmuseum in Zossen einen Schatz.

Der aus Wendisch Buchholz, heute Märkisch Buchholz, stammende Ferdinand Ludwig Fischer verfasste 1868 eine Aufsatzlehre für Volksschulen. Am 27. Und 28. März 1833 hatte Fischer seine Prüfung im Schullehrerseminar zu Potsdam abgelegt und wurde für anstellungsfähig im Volksschulamte erklärt. 46 Jahre unterrichtete Fischer an der Schule neben der heutigen Stadtbibliothek, davon 42 Jahre als Conrector (stellvertretender Leiter).

Mit dem Leben und Werk des Ferdinand Ludwig Fischer hat sich sehr eingehend die Leiterin des Schulmuseums, Gudrun Haase, selbst ehemalige Lehrerin in Zossen, befasst.

Weiterlesen: Conrector Fischer

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