Heimatverein "Alter Krug" Zossen e.V.

forschen-sammeln-präsentieren

mit Geschichten von Willi Lademann fertiggestellt – Vorbestellungen möglich

2021 03 10 GlauDer Sprachraum in dem niederdeutsch gesprochen wurde und zum Teil auch noch gesprochen wird, lässt sich nur annähernd bestimmen. Die Grenzen zu anderen Sprachräumen sind dabei fließend. Fest steht jedoch, dass in unserer Region die Menschen im Teltower-Platt als eine Spielart des Niederdeutschen plauderten.

Heute unterhalten sich nur noch wenige Menschen in dieser Sprache, ja, sie droht in Vergessenheit zu geraten. Nach einem Beitrag im RBB-Panorama vom 21.08.2019 sieht die Landesregierung im Brandenburger Platt in seinen vielfältigen lokalen Formen einen unverzichtbaren Bestandteil des kulturellen Erbes des Landes Brandenburg. „Brandenburg hatte sich mit dem Beitritt Deutschlands zur Europäischen Charta der Regional- oder Minderheitssprachen, 1999 verpflichtet, Niederdeutsch besonders zu fördern.“

Seit 2018 lassen sich verstärkt Bemühungen erkennen, das Ziel, das Brandenburger Platt als Teil des kulturellen Erbes zu erhalten, gemeinsam mit Partnern zu erreichen. Bekannt sind vor allem die Initiativen des Vereins für Niederdeutsch in Brandenburg e.V.

Der Heimatforscher Gerhard Glau aus Glienick, ein profunder Kenner des Telschen Platts, hat erstmals in einer Veranstaltung des Heimatvereins „Alter Krug“ am 17. Februar 2018 vor vollem Haus die Besucher in dieser Mundart unterhalten. Siehe da, einige verstanden sogar Geschichten und ihre Pointen. Für die anderen lieferte Gerhard Glau die Übersetzungen.

2021 03 10 Platt 01
Haus, Scheune und Ställe in der alten Zeit und was so zu tun war
2021 03 10 Platt 02
Ein Kinderfest, wie es in der Sperenberger Gegend war
2021 03 10 Platt 03
Wie die Telschen einst gewaschen haben

Zum Anliegen der Landesregierung zur Förderung dieser Mundart, wollte auch der Heimatverein „Alter Krug“ beitragen. Der Vorstand beschloss, Gerhard Glau als Autor für ein Buch zum Telschen Platt zu gewinnen. Gerhard Glau musste nicht lange gebeten werden. Aus seinem Fundus wählte er die Übersetzungen von Geschichten Willi Lademanns, Sprachforscher und Studienrat, aus Heimatkalendern und anderen Zeitschriften aus. Da diese Geschichten original im Teltower Platt und in hochdeutscher Übersetzung erscheinen sollen, kann sich auch ein Nichtkenner dieser Mundart in diese einfühlen. Darüber hinaus widerspiegeln die Geschichten auch die Lebensart der Menschen in unserer Region. Darauf weisen schon die Überschriften hin: „Hus, Schüne un Ställe in di olle Tit un wat so tu duen woa“ - Haus, Scheune und Ställe in der alten Zeit und was so zu tun war; „Wiĕ dĭ Tĕlschn ĕns jĕwăscht hän“ - Wie die Telschen einst gewaschen haben; „Văn `t Flăs bĕs tŭ dĭ Lĭnĕwănd“ - Vom Flachs bis zur Leinewand; „En Backedach“ - Ein Backtag; „En Kingefest, wie et in die Sperenberchsche Jejnd woar“; Ein Kinderfest, wie es in der Sperenberger Gegend war.

01 MWFK 4CDas Manuskript zu diesem Buch wurde vom Landesministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur gefördert.  Zurzeit wird der Druck vorbereitet. Voraussichtlich wird der Heimatverein das Buch mit dem Autor zum Tag des Offenen Denkmals 2021 vorstellen.

Dr. Rainer Reinecke

 

 

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2021 04 07 Cover

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