Heimatverein "Alter Krug" Zossen e.V.

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Wasserturm in der Gerichtstraße Zossen

Noch stehen diese Türme, die einst die Wasserversorgung absicherten. Welche davon noch in unserer Region zu finden sind, zeigte die Ausstellung Wassertürme mit von Carsten Preuss bereitgesteltem Text-und Bildmaterial. Vorab veröffentlichte die Märkische Allgemeine einen Artikel, mit dem auf die Ausstellung im "Alten Krug" aufmerksam gemacht wurde:

 

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Wasserturm am Bahnhof Zossen Im Wasserturm von Wünsdorf/Waldstadt

mehr über Wassertürme im Lankreis Teltow-Fläming erfahren Sie hier.

"Wassertürme, die prägen Ausstellungseröffnung im Heimatmuseum Zossen

ZOSSEN Eine Ausstellung über Wassertürme von Carsten Preuß in Zusammenarbeit mit dem Heimatverein Alter Krug Zossen und Hans-Joachim Henke wird am 23.April um 16.30 Uhr eröffnet, teilt die Kreisverwaltung mit. Zu sehen ist die Schau bis zum 6.Juni im Heimatmuseum Alter Krug in Zossen, Weinberge 15.
Neben Kirch- und Rathaustürmen, Fabrikschloten und Befestigungstürmen prägen Wassertürme das Bild einer Stadt oder wirken wie Landmarken im weniger besiedelten Raum. Die noch vorhandenen Wassertürme dienen heute nur noch zum Teil der Wasserversorgung. Zahlreiche Wassertürme sind ungenutzt und verfallen zusehends. Die Ausstellung rückt die im Landkreis Teltow-Fläming verbliebenen 20 Wassertürme wieder stärker in das öffentliche Blickfeld. Großformatige Fotos werden von Detailaufnahmen und historischen Ansichten ergänzt. Ausstellungsgegenstände zur Wasserversorgung von Hans-Joachim Henke runden die Ausstellung ab.
Die Wassertürme dienten und dienen neben der Wasserversorgung von Haushalten auch anderen Zwecken. Erstes Verbreitungsgebiet waren Eisenbahnareale. Mit dem Aufkommen der Dampflokomotive ergab sich die Notwendigkeit, entlang der Eisenbahnnetze Wasser bereitzuhalten. Mit der Eisenbahn als Wegbereiter der Industrialisierung in Deutschland nimmt die Verbreitung der Wasserbehälter in turmartigen Bauten ab Mitte des 19. Jahrhunderts sprunghaft zu.
Die Absicht, unabhängig von den im Aufbau befindlichen zentralen Versorgungsnetzen zu sein, führte zur Speicherung und Verteilung eigengeförderten Wassers auch im weit gefächerten industriellen Sektor. Im Landkreis Teltow-Fläming mit seinen seit der Kaiserzeit weiträumig militärisch genutzten Arealen übernahm nahezu jeder zweite Wasserturm die Funktion der Wasserversorgung von Garnisonen.
Neben den in der Regel einzeln stehenden Türmen wurden Wasserbehälter auch in vorhandene Gebäude eingepasst. Auf die Gestaltung der als reine Zweckbauten konzipierten Wassertürme wurde zunehmend Wert gelegt. Sie nahmen die Formensprache der gängigen Architektur an. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde für den Bau der Wassertürme zunehmend moderne Architektur verwendet. Wesentliche Voraussetzung hierfür waren technische Neuerungen im Bauwesen, wie zum Beispiel die Einführung des Stahlbetons. Erst später verbreitete sich der reine Funktionsbau mit seiner ihm eigenen Ästhetik.
Im Rahmen einer Masterarbeit an der TU-Berlin wurde von Manuela Schulz eine Arbeit zum Zustand und zu den Perspektiven des Wasserturms in Wünsdorf, Zehrensdorfer Straße, erarbeitet. Eine Dokumentation hierüber wird in der Ausstellung ebenfalls präsentiert. Der Wasserturm ist als ILE-Projekt (Förderprogramm zur integrierten ländlichen Entwicklung) der Stadt Zossen vorgeschlagen worden. MAZ"

Fotos: Dr. Rainer Reinecke

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