Heimatverein "Alter Krug" Zossen e.V.

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2022 06 25 02Der Heimatverein „Alter Krug“ Zossen e.V. hat am 25. und 26. Juni drei Anlässe zu einer Feier zusammengefasst: 30 Jahre Heimatverein, Wiedereröffnung des „Alten Kruges nach seiner Sanierung und 150 Jahre Berlin-Dresdner-Eisenbahn.

1992 wurde der Verein gegründet, um zunächst einmal das Gebäude des „Alten Kruges zu retten. Doch bald wandelte sich der Verein vom Gebäuderetter zu einem kulturellen Zentrum in der Stadt Zossen als Veranstalter vieler heimatkundlicher Ausstellungen und Veranstaltungen, Konzerten und Lesungen zu einem kulturellen Zentrum in der Stadt Zossen. So sieht dies auch die Bürgermeisterin der Stadt Zossen Wiebke Sahin- Schwarzweller, die in ihren Begrüßungsworten formulierte: „Was wäre die Stadt Zossen ohne den Heimatverein!“

Weiterlesen: 2022-06-25 und 26 - Drei Anlässe - eine Feier

2022 06 16 Krug1Mitten in den Vorbereitungen zum Museumsfest  und noch im Aufbau der neuen Ausstellung stehend, besuchte uns schon ein Heimatfreund aus Berlin-Tempelhof. Mit dem RE und dem Bus 714 konnte er doch bequem bis zu Krug kommen, ist der Fußweg dann nur noch 600m lang.

 Er war über unsere Ausstellung und unser kleines Museum sehr überrascht. Klein und fein und sehenswert waren seine Worte. Er versprach mit weiteren Tempelhofer Heimatfreunden nochmals zu kommen. Dann können wir auch bereits unser kleines Papiermodell anbieten, das den Krug in seiner Schönheit zeigt. Es wird auf dem Museumsfest nämlich erstmals vorgestellt und soll an den Besuch, besonders bei Kindern, erinnern. Für den Eisenbahnfreund gibt es dann auch das Modell in H0 als anspruchsvolles Profi- Modell.

Von Potsdam und Ludwigsfelde fährt der Bus 714 stündlich bis Zossen - Friedhof am Wochenende alle 2 Stunden. Haltepunkte sind unter anderem die Bahnhöfe Potsdam, Ludwigsfelde und Zossen.

Wir sind gespannt wer noch den Weg, mit dem 9-Euro-Ticket zu uns findet, um ein Krugmodell „zu ergattern“.

Karola Andrae

2022 05 22 01Am Sonntag, den 22. Mai 2022 streifte Marion Schmelzer vom Heimatverein Kallinchen mit ihrer Wandergruppe durch Feld und Flur, um schließlich mit ihrer Gruppe im „Alten Krug“ in den Zossener Weinbergen zu rasten.

Obwohl ihr die Vereinsvorsitzende des Heimatvereins Zossen, Karola Andrae, im Vorfeld verkündete: „Wir befinden uns nach der Sanierung noch mitten in der Neugestaltung des Museums. Umzugskartons stehen noch nicht ausgepackt herum und noch nicht alle Räume können besichtigt werden.“, ließ Marion Schmelzer nicht von ihrem Plan ab.

Nach der Pandemiepause hat Marion Schmelzer die jährliche Kräuterwanderung wieder aufgenommen. Unterwegs lernten die Teilnehmer wie Kräuter bestimmt werden und wie sie mit welchen Wirkungen eingesetzt werden können.

Pünktlich um 11.05 Uhr, wie verabredet, trafen die sechzehn Wanderer am „Alten Krug“ ein.

Ihre Blicke richteten sie auf den frisch sanierten Krug und staunten nicht schlecht.  „Toll geworden“, „Wie habt ihr das nur hinbekommen?“ Karola Andrae, begrüßte die Gäste und gab bereitwillig Auskunft. Sie führte die Gruppe durch die Innenräume, die auch in ihrer noch unvollkommenen Ausstattung, allein durch das Flair des alten Gebäudes, attraktiv sind. Welche Wandlungen der Krug durchlaufen hat, erfuhren die Besucher in der Fotoausstellung von Fred Hasselmann „Ein Zossener Kleinod“.

Zu einer Rast gehört auch eine deftige Stärkung. Der Kaffee duftete, die Wanderer packten ihre mitgebrachten Köstlichkeiten aus. Aber was wäre eine Kräuterwanderung ohne Genuss von Kräutern. Ein Pkw fuhr vor. Ausgeladen wurde ein Buffet mit Brennnesselsuppe, Löwenzahngemüse und Schmalz ohne Schmalz. Bis zum Boden kratzen die Genießer die Schüsseln aus. Dass diese „grüne“ Veranstaltung im neuentstanden „Grünen Zimmer“ stattfand war zwar rein zufällig, aber doch irgendwie symbolisch.

Die Zufriedenheit der Wanderer zeigte, dass Marion Schmelzer richtig entschieden hatte, die Wanderung trotz der noch unvollkommenen Ausstattung des „Kruges“ durchzuführen.

Karola Andrae und Marion Schmelzer verabredeten bereits die Wanderung im nächsten Jahr.

Wandergruppen, die ebenfalls im "Alten Krug" rasten möchten, können sich unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! anmelden. Kaffee geht bei uns nie aus.

Text und Foto: Karola Andrae

2022 05 13 01Michel Bolduan und Kilian Andrae sind mit ihren 12 Jahren jetzt die jüngsten Mitglieder im Verein.

In diesem Jahr feiert der Heimatverein „Alter Krug“ Zossen e.V. sein 30zigstes Gründungsjubiläum.  Manche halten uns für sehr „Altbacken“, doch das ist wohl nicht so.

Nun haben wir mit Michel Bolduan und Kilian Andrae zwei junge Mitglieder gewonnen, die sich für die Geschichte um den Krug interessieren. Beide steigen in die Fußstapfen der Eltern und Großeltern, die Gründungsmitglieder des Vereins waren. Als kleines Willkommensgeschenk gab es ein Bildband über Zossen.  Wärend sich Michel Bolduan bei den Jagdbläsern behauptet, findet man Kilian schon bei Vorträgen, Wanderungen und auch mal beim Kaffeeausschank. Wir werden einige Veranstaltungen für diese Altersgruppen mit unseren beiden jungen Mitgliedern vorbereiten.

Karola Andrae

Heimatverein Zossen

Foto: Klaus Andrae

Mit Stock und Stab durch die Flur,

nannte sich die diesjährige Frühwanderung, geführt von Wolfgang Gliese aus Schöneiche.

2022 04 23 AusgangspktTreffpunkt war um 8 Uhr die Kuppe des Zossener Panoramaweges. Zu dieser frühen Stunde sammelten sich 18 Wanderer im Alter von 12 bis ü70. Nach einer ersten Begrüßung ging es erst zu den Streuobstwiesen. Diese werden im Volksmund „bei Wälter-Müller“ genannt.  Hier befand ich eine große Obstplantage mit Spargel- und Beerenanbau bis in die 1960ziger. Sie bot damals vielen Frauen eine Saisonarbeit. Erzählt wurde von dem Abriß aller Gebäude und einem schrecklichen Todesfall. Weiter führte der Weg in den Wald hinein. Auf einer kleinen Anhöhe sahen wir Reste der Villa von Walther von Brauchitsch. Weiter ging es einer Eichenallee entlang. Die hier einst erbauten Kalksteingebäude der Roten Armee wurden alle abgerissen.

Weiterlesen: 2022-04-23 Mit Stock und Stab durch die Flur

2022 03 26 02Maler und Autor Wolfgang Richter las aus seinem Buch Banküberfall am Mittag. Darin hat er einen Banküberfall aufgegriffen, der sich in etwa so in Berlin Zehlendorf am 27. Juni 1995 zugetragen hat und mit besonderer Raffinesse durchgeführt wurde. „Polizeipräsident Hagen Saberschinsky urteilte, die Täter hätten ‚mit einer hohen Raffinesse, einer gewissen Professionalität, vielleicht auch Genialität gearbeitet‘“(Wikipedia).

Einer der ehemaligen leitenden Beamten, so Richter, habe er zwei Jahre nach Erscheinen des Buches bei einem Künstlertreff getroffen. Dieser habe ihm bescheinigt, dass die
Darstellung in seinem Buch den tatsächlichen Ereignissen sehr nahekommen würde. Besonders auch die Schilderung der Charaktere der Clan-Mitglieder und der angewandten Technik sei ihm gelungen.

Nachahmen lohnt sich aber dennoch nicht, schließlich konnten fast alle Mittäter ermittelt und verhaftet werden.2022 03 26 01

 

Im Anschluss an die Lesung überreichte die Vereinsvorsitzende Karola Andrae Wolfgang Richter eine Geldsacksparbüchse, falls einmal sein Bankfach betroffen sein sollte.

 

Internetpräsentation von Wolfgang Richter.

 

Text und Fotos: Dr. Rainer Reinecke

2022 02 19 RosengasseLange war der Vortrag „Ein Schloss im Dornröschenschlaf“ über die Zossener Herrschaft von Marcus Cante geplant und bereits ausgebucht, der Kuchen gebacken und die Tische gedeckt. Aber der Referent stand in Berlin und der Zugverkehr stand auch. Besucher, die vorbestellt hatten, wurden informiert, dass der Vortrag ausfallen muss. Wie immer, kamen aber auch an diesem Tag Gäste ohne Anmeldung. Wegschicken, keine Option. Also, Krug aufschließen, Kaffee aufsetzen und Kuchen aufschneiden. Kurz entschlossen wurde die vereinseigene Technik aufgebaut. Frau Andrae zauberte ein neues Programm mit historischen Fotos aus dem vergangenen Jahrhundert von Zossen hervor.

Weiterlesen: 2022-02-19 Der Sturm als Spielverderber

2022 01 15 01aAnna Amalia und ihre geistige Schatzkammer, so hatte der Referent Stefan Rothen seinen Vortrag überschrieben

In der einführenden Tafel stand weitergeschrieben:

Eine moderne Welfin mit Kunstverstand auf dem Thron von Sachsen-Weimar-Eisenach.

Zeitansage: Vor rund 260 Jahren, zog sie als Herzogin in Weimar ein.

Das Leben der Anna Amalia diente Rothen als Klammer für seinen Vortrag, um über die Klassikerstadt Weimar mit ihren Goethe und Schiller, Herder und Wieland und natürlich mit der Herzogin Anna Amalia Bibliothek.

Verzichtend auf die Darstellung des Lebenslaufes und der verwickelten Adelsverwandtschaften, sollen hier aus dem Vortrag einige Episoden wiedergegeben werden.

Zunächst stellte Rothen klar, er sei ein Weimarer und kein Weimaraner.

Goethe konnte noch sagen:

"Gott grüß' euch, Brüder,

Sämtliche Oner und Aner!

Ich bin Weltbürger,

Ein Weimaraner…“

Heute steht Weimaraner für eine edle Jagdhunderasse.

„Belegt ist, dass Großherzogs Karl August von Sachsen-Weimar-Eisenach schon zu Beginn des 19. Jahrhunderts einige silberne Jagdhunde an seinem Hof in Weimar hielt. Die damaligen Züchter legten noch keinen großen Wert auf ein einheitliches Aussehen und es gab auch langhaarige Vertreter, die heute eher selten sind. Erst ab 1897 züchtet der Weimaraner Klub e. V. den silbergrauen Hund nach einheitlichem Standard.“

Quelle (Stand 2022-01-15)

Weiterlesen: 2022-01-16 Anna Amalia und ihre geistige Schatzkammer

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